Im Fach Harmonielehre geht es um die Klangbeziehungen in
der dur-moll-tonalen Musik. Darunter ist das abendländische Tonsystem
zu verstehen, das vom 17. Jahrhundert an bis heute gültig ist. Grundlagen
dafür sind:
1. Notenkenntnisse
2. Zweiklänge - Intervalle
3. Dreiklänge und Umkehrungen
4. Vierklänge - Septakkorde und Umkehrungen
5. Quintenzirkel
6. Skalen: Dur, Moll (äolisch, harmonisch, melodisch), Kirchentonarten
7. Einfache und erweiterte Kadenzen
Im Fach Gehörbildung wird an den Hochschulen vorausgesetzt,
daß die unter den Punkten 2., 3., und 4. aufgeführten Klänge
allein durch das Gehör erkannt werden.
Es gibt diverse Strategien, die das Trainieren des Gehörs erleichtern.
Grundsätzlich werden beide Fächer in Verbindung unterrichtet. Jeder
theoretische Begriff soll sich mit einer konkreten Klangvorstellung verbinden.
Jedem Klang soll hingegen ein Begriff zugeordnet sein, damit er sich benennen
läßt. In der Verbindung von Klang und Sprache ist die 3. Komponente
das Sehen. So läßt sich z.B. der gesamte Quintenzirkel von der
Tastatur ablesen. Wer sich die Zahlen 4 und 7 merkt und ihre Bedeutung in
diesem System kennt, braucht nichts auswendig zu lernen, da er sich den Quintenzirkel
jederzeit neu konstruieren kann.